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Stiftung ruft auf: Helfen jetzt und dauerhaft nötig

Herbert Wehners Erbe verpflichtet

Herbert Wehner in seiner Bonner Wohnung – die Originaleinrichtung steht heute in Dresden
 „Nichts kommt von allein, vor allem nichts gegen den Zeitgeist“, sagt Christoph Meyer, Wehner-Biograph und Vorsitzender der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung, zur aktuellen Situation von Demokratie und Sozialdemokratie in Deutschland. „Traditionen gibt es nur dort, wo man sie pflegt“, fügt der Historiker hinzu und verweist auf die Arbeit seiner Stiftung: „Zu Herbert Wehner, wenn er im Gedächtnis bleiben soll, muss stets gearbeitet werden, und das machen wir in Dresden mit seiner und Gretas Originalwohnung, mit Publikationen, mit Öffentlichkeitsarbeit, Archiv und Bibliothek. Herbert Wehner gehört zum Kernbestand des Erbes der deutschen Sozialdemokratie und der deutschen Demokratie. Dieses Erbe muss gesichert werden, und dabei brauchen wir Unterstützung.“

Das Beispiel Wehner

Engagiert für Demokratie: Herbert Wehner und Bundeskanzler Helmut Schmidt

Warum? Weil das Leben von Herbert Wehner möglicherweise nicht beispielhaft ist, aber doch ein Beispiel: Da wollte jemand im 20. Jahrhundert ein menschliches Zusammenleben politisch befördern und ist dabei auf einen verhängnisvollen Irrweg geraten. Daraus hat er aber nach harten Schicksalsschlägen gelernt und nicht aufgegeben. Herbert Wehner hat seine volle Kraft dem demokratischen, freiheitlichen und sozialen Neuanfang nach 1945 zur Verfügung gestellt. Dabei hat er stets das Menschliche in den Vordergrund seiner politischen Arbeit gestellt, das Helfen. Er war einer, dem es immer um die wirklichen Menschen und ihre Probleme ging. Er kämpfte für die deutsche Einheit. Durch stetes Mühen schaffte er es, seine Partei, die Sozialdemokratische, regierungs- und mehrheitsfähig zu machen. Er sorgte dafür, dass sie es über anderthalb Jahrzehnte blieb. Ein solidarisch Handelnder, der weiterarbeitete und nicht verzweifelt ist. Ein Beispiel, aus dem es sich zu lernen lohnt.

Knappe Mittel

Gehört auch zum Erbe: Der Original-Wehner-Volvo fährt durch Dresden

Die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung ist klein, sie wird seit Greta Wehners Tod 2017 allein ehrenamtlich geführt von Christoph Meyer, zwei geringfügig Beschäftigte kümmern sich noch um Wohnung, Archiv und Bücher. „Die Finanzen dafür reichen nur noch bis ins kommende Jahr 2027, dann sind – wenn sich nichts Grundlegendes ändert – weitere Einsparungen nötig.“ Immerhin sind das Herbert-Wehner-Denkmal und die historische Wohnung in Dresden auf der Karte der Orte der Demokratiegeschichte in Deutschland verzeichnet, werden Archiv und Bibliothek erfasst und wird mit der Internetseite https://www.hgwst.de/ das Gedächtnis von Herbert und Greta Wehner lebendig gehalten.

Unterstützung nötig

Doch von Dauer kann das alles nur sein, wenn es gestützt wird. Und da, wo staatliche Finanzierung fehlt, wo Partei und Zivilgesellschaft schwach sind, wie in Sachsen, hilft nur das Engagement derjenigen, die es wie Christoph Meyer sehen: „Das Erbe von Herbert (und Greta) Wehner darf nicht in Gefahr geraten, es muss vielmehr ausgebaut werden, der Öffentlichkeit und der Zukunft zugewandt. Hier müssen wir mit anpacken, dauerhaft und beherzt!“

Ein Aufruf aus Dresden

Erinnerungsort: Ein Blick in die Dresdner Wohnung

Die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung ruft alle, die das ebenso sehen können, dazu auf, das Erbe Herbert Wehners nicht auszuschlagen, sondern es anzunehmen, die demokratische Erinnerungsarbeit weiter auf- und auszubauen und regelmäßig durch Zustiftung zu diesem auf Dauer angelegten Werk beizutragen. Die Stiftung ruft zu regelmäßigen, am besten jährlichen Zustiftungen auf.

Per Überweisung/Dauerauftrag (Verwendungszweck: Zustiftung) auf das Konto der Stiftung:

DE83 8505 0300 3120 0788 82

Ostsächische Sparkasse Dresden

BIC: OSDDDE81XXX

Oder per Einzugsermächtigung mit dem Formular: hier.

Alle regelmäßigen Zustifterinnen und Zustifter sind herzlich eingeladen, sich aktiv einzubringen und sich selbst vor Ort ein Bild von der Arbeit der Stiftung zu machen, Kontakt jederzeit über info@hgwst.de.

Die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung ist durch Bescheid des Finanzamts Dresden als gemeinnützig anerkannt. Spenden sind damit steuerlich abzugsfähig. Näheres siehe https://www.hgwst.de/die-stiftung/spenden/.

Christoph Meyer liest aus seiner Greta-Wehner-Biographie

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