Echtes Leben statt Romantasy!
Bei der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung können die Biographien über Herbert und Greta Wehner bestellt werden. Hier der Link: https://www.hgwst.de/angebote/buecher/.
Geschenktipp zu Weihnachten
Was schenken wir unseren Lieben? – Kurz vor Weihnachten füllen sie sich wieder, die Grabbeltische in den Buchhandlungen. Da schreien sie uns an, die grellen Covers der Ratgeber, Semipromimemoiren und Lila-Goldschnitt-Romantasyepen. Doch es gibt eine Alternative: Echtes Leben statt Romantasy, zwei Biographien ganz besonderer Menschen, verbunden mit deutscher Geschichte, dabei lebensnah, wahr und politisch.
„Ein echter Krimi“, so lautet das neueste Lesefazit zur Biographie „Herbert Wehner“. Nicht minder spannend ist „Greta Wehner. Eine Frau tritt aus dem Schatten“. Dazu schreibt ein Leser: „Ein großartiger Wurf. Und viele Details waren mir so gar nicht bekannt. – Das Buch las ich in einem „Nachtzug“ durch, weil ich es obendrein noch richtig spannend fand.“
Das Buch über Greta Wehner ist bequem für 26 Euro im Buchhandel erhältlich. Die Biographie zu Herbert Wehner ist dort vergriffen, kann aber für 16 Euro bei der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung bestellt werden. Dort, im Antiquariat der Stiftung, gibt es beide Bücher, Christoph Meyers Biographien zu Greta und zu Herbert Wehner, im Paket zum Sonderpreis von 36 Euro – versandkostenfrei nach Vorkasse. Näheres, Bestellmöglichkeiten und Informationen sowie weitere Bücher und Texte von und über Herbert und Greta Wehner unter https://www.hgwst.de/angebote/buecher/.
Vom Autor: Näheres zur Biografie über Greta Wehner
Eine alte Frau, gebeugt am Rollator, schwerfällig und schwerhörig, bei offiziellen Veranstaltungen sitzt sie in der ersten Reihe, versucht angestrengt zu verstehen, was vorne erzählt wird. So weit die Oberfläche. Wer Greta kennen lernte, erinnert sich an eine warmherzige, kluge Frau, politisch klar und keineswegs geschmeidig.
Greta Wehner hat ein Bildungswerk und eine Stiftung gegründet. Von 1996 bis zu ihrem Tod 2017 wohnte sie in Dresden, doch bereits in den sechs Jahren zuvor war Sachsen für Greta Wehner ein ständiger Bezugspunkt. Immer wieder ist sie hergekommen, hat aus ihrem Leben berichtet, Mut gemacht und für eine bessere Pflegepolitik gekämpft.
Als Herbert Wehner 1990 starb, war sie über 36 Jahre an seiner Seite gewesen, die letzten Jahre als seine Ehefrau – und schwerstarbeitende Pflegerin. Von 1953 bis 1983 war sie seine wichtigste Mitarbeiterin, Büroleiterin, Fahrerin, Organisatorin, Überwacherin seines Diätplanes. Ohne sie, so sagte Wehner es selbst einmal, hätte er gar nicht mehr leben können.
Geboren am 31. Oktober 1924 als Tochter einer Gärtnerin und eines Schiffszimmermanns. Ab 1933 mit den Eltern im Widerstand, 1934 ermorden die Nazis den Vater. 1937 flieht Mutter Lotte mit Greta und ihrem Bruder nach Schweden. Dort helfen sie anderen Geflüchteten. Greta wird Säuglingsschwester, kehrt 1947 nach Hamburg zurück. Sie macht die Ausbildung zur Sozialarbeiterin. Als Gesundheitsfürsorgerin arbeitet Greta in Offenbach, als Herbert Wehner sie darum bittet, fortan für ihn in Bonn zu arbeiten.
Ein beispielloses Leben, ein besonderes Frauenleben, eine spannende Geschichte. Aufgeschrieben hat sie Christoph Meyer, der Greta über 20 Jahre gekannt hat. „Greta Wehner. Eine Frau tritt aus dem Schatten“ ist 2024 im Langen Müller Verlag erschienen. Nähere Informationen zum Buch und einen Bericht von der großen Lesereise gibt es hier: www.hgwst.de/greta-wehner.