Hans-Jochen Vogel 100 Jahre

Unvergessen: Hans-Jochen Vogel in Dresden. Foto: Fotoreflex.de/Stefan Dietrich

100 Jahre Hans-Jochen Vogel

Erinnerung an einen sozialdemokratischen Staatsmann

Am 3. Februar 2026, dem 100. Geburtstag von Hans-Jochen Vogel, sprach Christoph Meyer in der Unterkirche der Dresdner Frauenkirche über einen der größten Helfer auch hier in Dresden: Hans-Jochen Vogel. Getragen wurde die Festveranstaltung gemeinsam vom Herbert-Wehner-Bildungswerk und der Stiftung Frauenkirche.

Der Abend wurde eröffnet von Frauenkirchenpfarrer Markus Engelhardt, der das Engagement Vogels für den Wiederaufbau der Frauenkirche würdigte. Karin Pritzel vom Herbert-Wehner-Bildungswerk leitete dann zum Vortrag von Christoph Meyer über.

Dr. Hans-Jochen Vogel gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegspolitik. Als Münchner Oberbürgermeister (1960–1972), Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau sowie Bundesjustizminister, Regierender Bürgermeister von Berlin und dann SPD-Fraktions- und Parteivorsitzender setzte er Maßstäbe – stets geleitet von seinem unerschütterlichen Eintreten für Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Und er engagierte sich auch nach seiner aktiven Zeit als Politiker, unter anderem als Vorsitzender von „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“

HJV in der Frauenkirche – Pfarrer Engelhardt begrüßt (Foto: HWB)

„In Dresden“, so Meyer, „haben wir Hans Jochen Vogel viel zu verdanken – als Mitglied des Beirats der Stiftung Frauenkirche und als Gründungssprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk sowie als Unterstützer der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung.“

Der Vortragende am Werk Foto: HWB)

Prof. Dr. Christoph Meyer ist Historiker, hat von 1998 bis 2011 das Herbert-Wehner-Bildungswerk geleitet und war in dieser Zeit gleichzeitig Geschäftsführer des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk. In dieser Zeit hat er Hans-Jochen Vogel kennengelernt und ihm als Sprecher des Freundeskreises intensiv zugearbeitet. Der Vortragende verband also seine wissenschaftliche Expertise, unter anderem als Biograf von Herbert und Greta Wehner, mit persönlicher Erfahrung zu einem lebendigen Persönlichkeitsbild.

Über Hans-Jochen Vogel gibt es zwei nachlesenswerte Texte auf dieser Homepage:

Und hier noch – es wurde ja in der Veranstaltung danach gefragt: die Volvo-Story von 1999:

Hans-Jochen Vogel gibt es bei der Stiftung auch im Original: Hier zwei Beiträge auf dem Youtube-Kanal der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung:

Und hier eine große Rede von Hans-Jochen Vogel, „Schöpft Mut aus der Geschichte!“ – gehalten im Jahr 2009 vor dem SPD-Parteivorstand:

https://www.hgwst.de/hgwst/wp-content/uploads/2016/04/HJV-9erjubil%C3%A4en.pdf

Das letzte Mal in Dresden sprach Hans-Jochen Vogel auf einer Kundgebung der AG 13. Februar gegen den Missbrauch des Gedenkens durch rechtsextreme Kräfte. Die etwa 20minütige Rede wurde damals vom Dresdner Sender „Coloradio“ ausgestrahlt und kann heute noch nachgehört werden. Eine durchaus typische Wortmeldung, hier ist sie: https://www.freie-radios.net/46620.

Eine Veröffentlichung des Vortrags von Christoph Meyer ist für das nächste Heft der Zeitschrift „Perspektiven DS“ (siehe https://hochschulinitiative-ds.de/perspektiven-ds/) geplant.

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