Herbert Wehner wird 120

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25 Jahre Geburtstagsführung für Wehner

Gedenken von SPD und Stiftung

Zur Feier des Tages: Mit dem Wehner-Volvo unterwegs nach Striesen
Christoph Meyer beginnt am Wehner-Denkmal. Das Foto ist von 2017 – natürlich wird es dieses Jahr nicht regnen.

Für Samstag, den 11. Juli 2026 gegen 11 Uhr lädt die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung zur traditionellen Geburtstagsführung auf den Spuren von Herbert Wehner, der an diesem Tag 120 Jahre alt geworden wäre. Es ist ein historisches Jubiläum: Genau 25 Jahre ist es her, am 11. Juli 2001, dem 95. Geburtstag Herbert Wehners fand die erste Führung durch Striesen auf seinen Spuren statt. Damals mit von der Partie: Hans-Jochen Vogel, Jürgen Schmude und natürlich Greta Wehner. Heute fehlen diese Persönlichkeiten, aber auch ihrem Andenken gewidmet wird die Geburtstagsführung am Herbert-Wehner-Denkmal.

Der Rundgang, geführt von Wehner-Biograf und Stiftungsvorstand Christoph Meyer, beginnt am Herbert-Wehner-Denkmal in der Spenerstraße (Ecke Kyffhäuserstraße). Der Weg führt über mehrere Wohnadressen der Familie Wehner in Dresden: Spenerstraße 13, Spenerstraße 1b, Wittenberger Straße 17, Spenerstraße 5. Außerdem auf dem Programm: der Ort der ehemaligen Erlöserkirche in der Wittenberger Straße, die Paul-Schilling-Häuser an der Wormser-/Holbeinstraße sowie das Standesamt, auf welchem Herbert Wehner im Juni 1927 die Schauspielerin Lotte Loebinger geheiratet hatte und schließlich die ehemalige 24. Bezirksschule, Herbert Wehners Volksschule in der Haydnstraße. Die Führung am Geburtstag von Herbert Wehner gibt einen anschaulichen Eindruck von Herbert Wehners Jugend in Dresden – und von den starken Veränderungen, denen der Stadtteil Striesen-West im 20. Jahrhundert ausgesetzt war. Kein einziges Wohnhaus der Familie Wehner steht mehr, am 13. Februar 1945 wurde alles zerstört. Aber mit zeitgenössischen Bildern und entsprechenden Erläuterungen wird es gelingen, die Atmosphäre von damals lebendig vor Augen zu führen.

Die Führung schließt an eine Gedenkveranstaltung des SPD-Ortsvereins Dresden-Striesen/Gruna/Blasewitz an, welche am 11. Juli 2026 um 11:00 Uhr am Herbert-Wehner-Denkmal stattfindet. Alle Interessierten sind zu beiden Veranstaltungsteilen herzlich willkommen. Die Stiftung freut sich über eine vorherige Anmeldung einfach per E-Mail an info@hgwst.de!

Podiumsgespräch im Herbert-Wehner-Haus

Nachmittags geht das Dresdner Herbert-Wehner-Programm übrigens weiter: Das Herbert-Wehner-Bildungswerk zeichnet für eine außergewöhnliche Gedenkveranstaltung verantwortlich. Um 15 Uhr beginnt im Herbert-Wehner-Haus in der Devrientstraße 7 (Dresden-Altstadt) das Podium „Wege in die Freiheit – Die Frauen von Hoheneck erzählen“. Christoph Meyer wird die Veranstaltung mit einem kurzen Vortrag über Herbert (und Greta) Wehners Rolle bei den Bemühungen um den Freikauf von Häftlingen und um die Familienzusammenführung im geteilten Deutschland eröffnen. Denn dieses Engagement bildete einen wesentlichen Bestandteil der politischen und menschlichen Arbeit des legendären Sozialdemokraten. Es folgt dann die Vorstellung der Ausstellung und des Buchprojektes „Die Frauen von Hoheneck“. Daran schließt sich ein Podiumsgespräch an, welches Pia Heine von der Gedenkstätte Moritzburg-Magdeburg moderiert. Es diskutieren:

  • Prof. Dr. Christoph Meyer, Herbert-Wehner-Biograph & Vorsitzender der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung
  • Peter Wellach, kuratorischer Leiter der Dauerausstellung im Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis
  • Konstanze Helber, Vorsitzende des „Forum für politisch verfolgte und inhaftierte Frauen in der SBZ/SED-Diktatur e.V.“
  • Margitta Becke, Zeitzeugin aus Dresden.

Christoph Meyer: „Das wird gewiss bewegend und interessant. Ich denke, da werden ein paar bisher nicht allen bewusste Verbindungen klarer werden, ich bin jedenfalls gespannt auf den Erfahrungsaustausch!“

Näheres zu dieser Veranstaltung, zum Drumherum und zur Anmeldung gibt es beim Herbert-Wehner-Bildungswerk:  https://www.wehnerwerk.de/bildung/angebot/26001/

 

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